Greensboro, New Mexico, United States
https://holzhaasen.de/
Eine artgerechte ernährung beginnt bei Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Heupfressern mit dem Wichtigsten: hochwertigem Heu, das jederzeit uneingeschränkt zur Verfügung steht. Anders als bei der Portionsfütterung von Frischfutter oder Pellets darf Heu niemals ausgehen, denn der Verdauungstrakt dieser Tiere ist auf einen ständigen Nahrungsfluss ausgerichtet. Der Rohfasergehalt hält die Darmtätigkeit in Gang und sorgt dafür, dass der empfindliche Blinddarm nicht durch Futterstau oder Fehlgärungen aus dem Gleichgewicht gerät. holzhaasen über längere Zeit, drohen Verdauungsstörungen, Zahnprobleme durch fehlenden Abrieb und Verhaltensauffälligkeiten. Stellen Sie deshalb sicher, dass in jedem Gehege mindestens eine, besser zwei Heuraufen oder ein Heuhaufen vorhanden sind, damit rangniedrigere Tiere nicht verdrängt werden. Auch nachts und an freien Tagen muss die Versorgung lückenlos gewährleistet sein.Achten Sie bei der Auswahl auf Qualität: Das Heu sollte grünlich, locker und duftend sein, nicht staubig, schimmelig oder modrig riechen. Grobe Halme mit einem hohen Kräuteranteil sind besser geeignet als fein zerkleinertes oder gepresstes Heu, weil sie länger am Stück bearbeitet werden und die Kaumuskulatur fordern. Bewahren Sie den Vorrat trocken, kühl und dunkel auf, am besten in einer luftigen Kiste oder einem Baumwollsack, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Füllen Sie die Raufen regelmäßig auf und entfernen Sie Reste, die am Boden liegen und mit Kot oder Urin verunreinigt wurden. Für eine artgerechte ernährung ist es außerdem sinnvoll, das Heu nicht dauerhaft an derselben Stelle anzubieten, sondern gelegentlich umzuhängen, damit die Tiere ihren Futterplatz erkunden und sich mehr bewegen. So verbinden Sie Fütterung mit Beschäftigung.Beobachten Sie die Futteraufnahme genau: Fressen die Tiere plötzlich deutlich weniger Heu, kann das ein früher Hinweis auf eine Erkrankung sein und sollte tierärztlich abgeklärt werden. Gerade bei älteren oder zahnkranken Tieren lohnt sich ein genauer Blick, ob sie das grobe Heu noch bewältigen oder ob vorübergehend weicheres Material nötig ist. Eine artgerechte ernährung lässt sich nicht allein durch Heu sichern, ergänzendes Grünfutter, Zweige und ein begrenzter Anteil an Kraftfutter runden den Speiseplan ab und dürfen das Heu niemals ersetzen, sondern nur ergänzen. Prüfen Sie täglich kurz den Bestand in den Raufen und gewöhnen Sie sich an feste Zeiten für das Nachfüllen, dann stellen Sie sicher, dass nie eine Lücke entsteht und Ihre Tiere rund um die Uhr fressbereit bleiben.